Willkommen
CORVETTE - C3
Geschichte
Wie schon bei der C2, so fing auch das Leben der C3 als Designstudie
an. 1965 designte Larry Shinoda, der schon das Design der C2
mitverantwortet hatte, unter Leitung von Bill Mitchell ein Concept Car
unter dem Codenamen XP-830. Den älteren Semestern wird das Concept Car
aber wohl besser unter dem Namen "Mako Shark II" bekannt sein. Der Wagen
wurde im April 65 auf der New York Autoshow vorgestellt, später im
selben Jahr auf der Paris Autoshow mit diversen Änderungen. Auf beiden
Shows erregte der Hai auf 4 Rädern großes Aufsehen. Bei der Form ließen
sich die Designer, wie schon bei der Corvette C2, zum einen vom
Mantarochen inspirieren, sowie - wie der Name schon sagte - vom weißen
Hai. Der Mako Shark II trug unverkennbar die Handschrift dieser Ära mit
seinem fast schon obszönen Coke Bottle Schwung am Heck und seinen
kräftig aufgestellten Kotflügeln an der Front. Bill Mitchell und Zora
Arkus Duntov hatten sich wegen des Designs anfangs in den Haaren, da
aber Styling in dieser Ära immer wichtiger wurde, setzte sich Mitchell
mit seinem Designwunsch durch.
Somit nahm der Mako Shark auch schon viele Designdetails der C3
vorweg. Da zwischen der Einführung der C2 und der geplanten
Markteinführung des neuen Modells nicht wirklich viel Zeit lag übernahm
Chevrolet kurzerhand das Chassis von der C2 und packte im einfach die
neue Karosserie drauf. Den Trick hat man Jahre später - unter anderem -
beim Wechsel vom Caprice Generation 3 auf Generation 4 vollzogen.
So designte man also nur Karosserie und Innenraum einmal komplett
neu. Kam die C2 noch vergleichsweise zierlich daher so wirkt die C3
durch die ganzen geschwungenen Formen deutlich breiter. Die C3 gab es
wie die Vorgängerin auch wieder als Coupe und Cabriolet. Allerdings
hatte man bei der C3 das Fließheck des Vorgängers gegen ein Steilheck
getauscht. Die Heckscheibe war jetzt deutlich kleiner und fiel senkrecht
ab. Zum ersten Mal zogen die T-Tops in die Corvette ein, eine Tradition
die sich die Corvette bis heute, zumindest in Form eines abnehmbaren
Dachs, bewahrt hat! Das Heckfenster war ebenso herausnehmbar und sorgte
so schon im Coupe für ordentlich Frischluftfeeling. Wem das nicht
gereicht hat, konnte sich für das Cabrio entscheiden. Für die
Ganzjahresfahrer gab es gegen Aufpreis ein Hardtop. Auch die C3 behielt
die Schlafaugen, dieses mal aber pneumatisch betätigt und nicht
elektrisch wie noch bei der Vorgängerin. Ein besonderer Clou waren die
Scheibenwischer welche sich bei Nichtbenutzung unter einer Art
Klappenmechanismus versteckten. Bei Bedarf fuhren die Klappen - hier
auch wieder pneumatisch betätigt - nach oben und gaben die
Scheibenwischer frei. Die Türgriffe schlossen nun bündig mit der Tür ab,
was das Design der C3 fließender wirken ließ. Die Kühlöffnungen in den
vorderen Kotflügeln blieben vom Vorgänger enthalten, mit dem Unterschied
das diese bei der C3 tatsächlich funktional waren! Dafür entfielen die
Öffnungen an den Säulen hinter den Türen.

Um die Gewichtsverteilung zu verbessern, wanderte die Batterie vom
Motorraum hinter die Vordersitze. Neuerungen für die C3 waren Optionen
wie eine beheizte Heckscheibe, sowie eine Alarmanlage. Technisch blieb
es ansonsten so ziemlich beim Alten. Man behielt das alte Chassis mit
der Einzelradaufhängung und den Scheibenbremsen rundherum. An der
Hinterachse nahm man nur minimale Verbesserungen vor. Auch die Motoren
und Getriebe übernahm man, vorerst, von der C2. Eine große Ausnahme gab
es dann aber bei den Getrieben! Das Powerglide Automatikgetriebe flog
aus dem Programm und wurde durch das Turbo Hydramatic Automatikgetriebe
abgelöst. Die C3 erhielt im Laufe der Jahre immer wieder Anpassungen
technischer und optischer Art.
Das 69er Modelljahr markierte den Höhepunkt der Muscle Car Welle und
damit auch den technischen Höhepunkt der C3. So bekam die Corvette den
brandneuen ZL1 Motor, natürlich wieder nur wenn der Käufer wusste
welches Kreuzchen man auf dem Bestellzettel machen musste. Der ZL1 war
im Prinzip ein L88 Motor, so wie man Ihn schon aus dem Vorgänger kannte.
Nur hatte der mächtige 7 Liter Big Block V8 jetzt einen Aluminiumblock
welcher noch einmal massig Gewicht einsparte. Leistungsmäßig sagte man
auch diesem Motor locker 100+ PS mehr nach als die angegebenen 430 PS.
Man geht von 560 - 585 PS aus. Damit rannte die C3 locker in 12 Sekunden
die Viertelmeile runter. Selbst für heutige Verhältnisse wäre das noch
eine mehr als respektable Zeit. Laut zeitgenössischen Tests war die C3
mit diesem Motor, zu diesem Zeitpunkt, dass schnellste Serienauto der
Welt. Diese Corvette gilt heute als heiliger Gral, da laut diversen
Recherchen lediglich 3 Autos mit diesem Motor gebaut wurden. Das könnte
unter anderem auch an dem Preis gelegen haben, da der Motor mal eben
satte 4718,00$ gekostet hat. Klingt nicht nach viel? Nun, lasst mich die
Zahl etwas einordnen. Der Basispreis einer Corvette betrug zu dieser
Zeit 4781,00$. Schätzungen gehen von einem heutigen Wert von ca. 1,5
Millionen $ aus. Eine nette Wertsteigerung.
Wer ZL1 wollte, musste im Falle der Corvette noch ein paar weitere
Option Codes bestellen. Darunter fielen das F41 Sportfahrwerk, die G81
Positraction Hinterachse mit Sperrdifferential, die J56 Heavy Duty
Bremse sowie die K66 Transistorzündung. All diese Optionen waren
verpflichtend wenn man den heißesten Motor in der Corvette wollte. Damit
stieg der Endpreis für das Auto auf über 10.000$! Das war damals mehr
als das jährliche Medianeinkommen der US-Bevölkerung. Ergo: Unfassbar
teuer, selbst für eine Corvette!
Auch in Verzicht musste man sich üben, denn so Komfortfeatures wie
ein Radio oder eine Klimaanlage waren in Kombination mit dem ZL1 Motor
gar nicht erst verfügbar. Der Motor war ursprünglich für die
Canadian-American Challenge Cup Series entwickelt worden, besser bekannt
als Can-Am Series, war also ein reinrassiger Rennmotor den man einfach
in ein Straßenauto verfrachtet hat. Die Rennwagen mit dem Motor
dominierten die Can-Am Serie dann auch mehrere Jahre in Folge. Der
Straßenversion war leider kein so langes Leben beschieden. Der Motor
wanderte bereits nach einem Jahr wieder aus dem Programm, da ab 1970 die
Abgasgesetze anzogen und jeder bei GM wusste das dieser Motor unmöglich
die Emissionsgrenzen einhalten würde.
Eine weitere Rarität waren die Astrovettes. Chevrolet legte für die
Nasa Astronauten Pete Conrad, Richard f. Gordon und Alan Bean, die
Astronauten der Apollo 12 Mission, eine spezielle Version der C3 auf
welche für einen symbolischen Dollar pro Jahr an die Astronauten
verleast wurde. Die Astrovettes kamen in einem schwarz goldenen
Farbschema daher welches Bean persönlich ausgesucht hatte.

Bereits 1970 folgte das erste größere Facelift. Die
Radhausverbreiterungen wurden jetzt besser in das Design integriert.
Dazu kamen ein neuer Kühlergrill welcher sich jetzt optisch besser mit
den Abluftöffnungen in den Kotflügeln vertrugen. Die, vorher runden,
Endrohre waren jetzt eckig. Der Innenraum bekam andere Sitze und ein
bisschen mehr Lametta in Form eines optionalen Deluxe Pakets. Das 3-Gang
Handschaltgetriebe flog endgültig aus dem Programm und das länger
gestufte M20 Schaltgetriebe wurde Serie. Ebenso zum Standard gehörten ab
jetzt neben getönten Scheiben auch die Positraction Hinterachse mit
Sperrdifferential. Motorenseitig trat in diesem Jahr auch der legendäre
LT-1 Small Block auf den Plan. Wer die LT-1 Option wählte, musste
allerdings auf die Klimaanlage verzichten, bekam dafür einen Powerdome
auf der Motorhaube. Zusätzlich konnte man noch das ZR1 Paket ordern,
welches neben einem Rennfahrwerk und stärkeren Bremsen noch andere
Performanceoptionen beinhaltete. 1970 wurden mit diesem Paket lediglich
25 Fahrzeuge ausgeliefert. Die Big Blocks bekamen 1970 eine kleine
Hubraumspritze auf 7,5 Liter und trugen jetzt die Namen LS5 & LS7.

1971 sollte das Jahr werden, welches aufzeigen sollte wohin die Reise
für die Corvette gehen sollte, nämlich vom reinrassigen Sportwagen hin
zum Cruiser. Allerdings nicht ohne einen Kampf. Auf der einen Seite mussten die Motoren besser mit Normalbenzin
klarkommen, weshalb erstmals die Verdichtung und damit auch die Leistung
leicht gesenkt wurde. Auf der anderen Seite führte man mit dem ZR1
Paket eine Option ein die nicht deutlicher hätte "Rennwagen" schreien
können. Das ZR1 Paket kostete ca. 1200$ und beinhaltete neben dem LT-1
Motor, eine Heavy Duty 4-Gang Handschaltung, eine Bremse mit
Bremskraftverstärker, einen Alu-Kühler, und ein überarbeitetes Fahrwerk
mit anderen Feder- und Dämpferraten, sowie Stabilisatoren. Um auch noch
einmal klarzumachen das dieses Paket nicht für den Straßenverkehr
gedacht war, flogen Komfortfeatures wie elektrische Fensterheber,
Heckscheibenheizung, Radkappen, Klimaanlage, Radio und Servolenkung
ersatzlos raus.
71 war auch das einzige Jahr in dem es, neben dem ZR1-Paket, auch das
ZR2-Paket eingeführt wurde. Der Unterschied ist leicht erklärt, das
ZR2-Paket sollte so etwas wie der Bruder des ZR-1 Paketes sein, nur eben
für die Kunden welche den LS-6 Big-Block bestellt hatten und nicht den
LT-1 Small Block. So kamen dann auch die Big Block Fans in den Genuss
der Rennkomponenten. Interessant ist, dass der LS-6 nicht die Auflage
bekam mit Normalbenzin laufen zu müssen. Somit drückte er weiterhin,
offiziell, 435 PS ab und benötigte weiterhin "Premium" Kraftstoff.
Unnötig zu erwähnen das sowohl Autos mit ZR1, also auch mit ZR2 Option
verdammt selten waren und heute entsprechend gesuchte Klassiker sind.
Die ZR1 Option wurde lediglich 8 mal in diesem Modelljahr bestellt, die
ZR2 Option nur 12 mal. Apropos Big Blocks, der LS7 flog aus dem Programm
und wurde durch den LS6 ersetzt.
1972 kam ohne große Änderungen aus. Die Alarmanlage wurde jetzt zum
Standard und die Automatikgetriebe setzten sich in der Corvette immer
mehr durch. 54 Prozent aller C3 in dem Modelljahr wurden mit dem Turbo
Hydramatic Automatikgetriebe ausgeliefert. Ein weiterer Trend der sich
abzeichnete war die abnehmende Popularität von Cabrios. Leistungsmäßig
stellte das Jahr 72 den ersten großen Einbruch dar, dieser ging aber
lediglich auf eine neue Messmethode zurück. Statt in SAE brutto wurden
die Motoren jetzt in SAE Netto angegeben. Wo ist der Unterschied? Ganz
einfach, vorher wurden die Motoren auf Prüfständen ohne jegliche
Anbauteile/Nebenaggregate gemessen. Dies ist natürlich insofern
unrealistisch als das kein Motor ohne Wasserpumpe oder Lichtmaschine im
Alltag gefahren wird. Aus dem Grund fielen die Leistungswerte ab 72 bei
allen US-Fahrzeugen auch rapide nach unten. So wurden aus den 300 PS des
Basis Small Block plötzlich 200 PS. 1972 war auch das letzte Jahr für
den LT-1 Small Block der jetzt offiziell 255 PS leistete. Dafür war der
LT1 jetzt auch mit Klimaanlage zu haben! Mit dem Ende des LT-1 war auch
das Ende des ZR1-Pakets besiegelt. Lediglich 20 Stück wurden mit dieser
Kombination ausgeliefert. Auch den LS5 Big Block gab es noch, dieser
leistete jetzt offiziell 270 PS, allerdings war dieser nicht mehr in
Kalifornien erhältlich. Der Motor hielt die, immer schon deutlich
strengen, kalifornischen Abgasgesetze nicht mehr ein. Ganz aus dem
Programm flog der stärkere LS6 Motor und somit war der LS5 der einzig
verbliebene Big Block.

1973 ging es dann spürbar bergab. Sportwagen waren nicht mehr so
gefragt und Chevrolet fing an die Corvette von einem Muscle Car in einen
Cruiser zu verwandeln. Entsprechend wurde der 73er Jahrgang auch
beworben. GM bewarb die Corvette mit serienmäßigen Radialreifen und
einer um 40% besseren Dämmung. Zur Verbesserung der Sicherheit wurden
weitere Versteifungen in die Tür integriert um im Falle eines
Seitenaufpralles die Insassen besser zu schützen. Auch an der Optik
legte Chevrolet wieder Hand an und strich die vordere Chromstoßstange
aus dem Programm. An Ihre Stelle rückte ein Teil aus Polyurethan,
welches sich nahtlos ins Design einfügt. Dies war vor allem auf das 5
mph Impact Gesetz zurückzuführen, welches besagte das ein Fahrzeug einen
Aufprall mit 5 mph mit keinem bis minimalen Schaden überstehen mussten.
Leider ließ sich das nicht mit den Chromstoßstangen vereinbaren. Das
System funktioniert über Stoßdämpfer die am Rahmen montiert sind, welche
im Falle eines Aufpralles wie Prellböcke fungieren. Die Modelle mit
Chromstoßstangen an Front und Heck gehören heute zu den gesuchtesten C3
Jahrgängen. Ebenso gestrichen wurden das aufwändige und fehleranfällige
Scheibenwischersystem mit den pneumatischen Klappen sowie die
herausnehmbare Heckscheibe.
Im gleichen Jahr kam auch eine eher merkwürdige Option für die
Corvette auf den Markt in Form der Z07-Option. Diese wurde bei GM als
Off-Road Fahrwerk beschrieben. Das Paket enthielt eine 7-lagige
Querblattfeder an der Hinterachse und einen eigenen Stabilisator.
Zusätzlich bekam man durch das Z07-Paket eine verstärkte Bremse welche
unter anderem eine verstärkte Befestigung für die Bremssättel und
semi-metallische Bremsbeläge enthielt. Diese Verbesserungen sollten wohl
dafür sorgen das die Corvette auch in harscherem Gelände wie Feldwegen
standhaft bleibt. Schräg für einen Sportwagen! Entsprechend selten wurde
die Option bestellt. Lächerliche 45 Stück liefen mit der Option vom
Band.

1974 fielen auch die hinteren Chromstoßstangen weg und auch hier
wurden Sie durch ein Polyurethan Teil ersetzt. 74er Modelljahre erkennt
man an der Fuge im Heck, da das Polyurethanteil hier noch zweiteilig
war! Durch die neue Form des Hecks mussten auch die Endrohre verändert
werden. Diese standen nicht mehr aus dem Heck heraus, sondern verliefen
jetzt in Richtung Boden. Zusätzlich bekamen die Modelle mit
Doppelauspuff noch zusätzliche Schalldämpfer. Ein weiterer Schritt in
Richtung Cruiser! Ansonsten gab es nur kleinere Änderungen. Der Kühler
wurde verändert um eine bessere Kühlung bei niedrigem Tempo zu
gewährleisten. Der Innenraum wurde vergrößert und Dreipunktgurte waren
im Coupe jetzt Serie. Das Z07 Paket wurde durch die Option FE7 ergänzt
welches steifere Federn und einen steiferen Stabilisator an der Front
mit sich brachte. Das FE7 Fahrwerk konnte man allerdings auch ohne Z07
ordern und kostete lediglich 7$. Ansonsten war das 74er Modelljahr das
letzte Jahr der Corvette ohne Katalysator! Ab dem 75er Modelljahr waren
diese bei allen US-Neufahrzeugen Pflicht und die Corvette machte da
keine Ausnahme. Die 74er C3 war dann auch die letzte C3 mit einer echten
Doppelauspuffanlage. Und Sie war auch das letzte Modell mit dem 7,4
Liter Big Block. Auch dieser musste aufgrund der Abgasgesetze über die
Klinge springen.
Die anstehenden Änderungen für das 75er Modelljahr hatten auch
Einfluss auf das Image der Corvette. Die Folgen der Ölkrise 73 hallten
immer noch nach und die verpflichtende Einführung von Katalysatoren und
damit auch die Einführung von bleifreiem Kraftstoff für das 75er
Modelljahr sorgten dafür, dass man, statt immer mehr Leistung aus den
Motoren zu holen, jetzt das genaue Gegenteil versuchte. Die Autos
sollten jetzt vor allem effizienter werden und da sich damals Effizienz
und Power nicht wirklich vertrugen, sanken im Laufe der Zeit nicht nur
so Dinge wie Verdichtung, Vergasergrößen sondern auch der Hubraum und
damit unterm Strich auch die Leistung. Dies betraf nicht nur die
Corvette, sondern quasi die gesamte US-amerikanische Automobilindustrie.
Die berühmtesten Auswüchse dieser Ära sind wohl die Landyachten mit
teilweise über 8 Liter Hubraum, aber unterm Strich weniger als 200 PS.
GM bewarb die Corvette entsprechend auch als "effizientere Corvette". Änderungen für das Modelljahr beinhalteten, neben dem wie bereits erwähnt obligatorischen Katalysator, auch eine
elektronische Zündung sowie einen elektronisch angetriebenen Tacho.
Bleifreier Sprit war jetzt Standard bei der Corvette und die
Auspuffanlage hatte zwar immer noch zwei Endrohre, diese liefen aber vom
Krümmer an in einen Katalysator ab wo sich das Auspuffrohr wieder in
zwei separate Rohre aufspaltete. An der neuen Polyurethanstoßstange am
Heck legte man noch einmal Hand an. Das 74er Modell hatte noch eine
mehrteilige Stoßstange, ab 75 war die Stoßstange aus einem Teil
gegossen. Dazu gab es jetzt kleine Bumper Guards an der Front, dies sind
so kleine Gummihörnchen an den Stoßstangen welche die Stoßstange bei
kleineren Stößen schützen soll. Viele kennen die Dinger von US-Modellen
deutscher Autos aus der Ära.
Leistungsmäßig ging es weiter bergab, der Basismotor leistete nur
noch 165 PS und selbst der L82 hatte fast 50 PS eingebüßt und leistete
nur noch knapp über 200 PS. Da alle anderen Motoren der neuen
Abgasgesetzgebung zum Opfer gefallen sind, wurde der L82 der neue
Topmotor weshalb der Motor dann auch die Motorcode Badges auf der Haube
bekam, eigentlich ein Detail welches den Topmodellen vorbehalten war. In
Kalifornien wurde selbst der L82 nicht mehr angeboten, was wiederum an
den noch strengeren Abgasgesetzen in Kalifornien lag. Die Kalifornier
sind was das angeht bis heute deutlich strenger als der Rest der USA!
Dies merkt man auch daran das viele Modelle entweder gar nicht angeboten
wurden oder man schlicht die Abgasreinigung noch einmal verstärkte und
entsprechend noch einmal Leistung einbüßte. Die neuen Abgasgesetze
sorgten auch dafür das sich viele Exportmarken, zum Teil bis heute,
komplett vom US-Markt zurückzogen! In Europa wollte man sich einfach
nicht die Mühe machen die Autos für die US-Abgasgesetze zu homologieren.
Zum einen hätte dies viel Zeit gekostet, zum anderen hätte es bei
vielen Autos eine mehr oder weniger komplette Neukonstruktion erfordert
weil man sich um das Thema Katalysatoren bis dato überhaupt keine
Gedanken gemacht hatten. So ließen es die meisten Hersteller auch
entsprechend einfach bleiben.

1975 war auch das letzte Jahr für das Cabrio, da zu der Zeit ebenso
neue Sicherheitsstandards per Gesetz eingeführt werden sollten. GM hatte
in vorauseilendem Gehorsam das Cabrio aus dem Programm genommen, aus
Angst das Cabrio könnte die neuen Crashbestimmungen nicht überstehen und
entsprechend für schlechte Publicity sorgen. Die Angst war sogar so
groß das man bei GM glaubte nie wieder Cabrios produzieren zu können, da
keine damals bekannte Konstruktion die Anforderungen gepackt hätte. Der
selbe Gesetzesvorschlag sorgte übrigens dafür das AMC den Pacer noch
vor der offiziellen Markteinführung weiter verstärkte, was wiederum zur
Folge hatte das die Autos so stabil waren das Sie bei Crash Car Rennen
nicht eingesetzt werden dürfen. Ebenso eine Folge der strengen US-Gesetzgebung war der Porsche Targa.
Eigentlich aus der Not geboren, gehört der Targa heute zu den Ikonen im
911er Portfolio.
Man merkt schon, in den 70ern herrschte eine menge Umbruchstimmung
auf dem amerikanischen Automobilmarkt. So sollte es auch keinen
verwundern warum die US-Cars der 70er so sind wie Sie sind. Viele kennen
den historischen Kontext leider nicht und glauben einfach die Amis
wären urplötzlich zu blöd gewesen vernünftige Autos zu bauen. Dabei
waren Sie schlicht dazu gezwungen und einen ähnlichen harschen Umbruch
gab es in der europäischen Industrie nie. Zum einen beschäftigte man
sich in Europa erst Ende der 80er ernsthaft mit dem Thema Kat und
bleifreiem Sprit, zum anderen profitierten die europäischen Hersteller
von den bitteren Erfahrungen welche die US-Industrie 15 Jahre vorher
machen musste und konnte sich entsprechend Irrwege und Fehlschläge
sparen. Jedenfalls kam besagter Gesetzesentwurf, auf Druck der
Autoindustrie, nie über das Entwurfsstadium hinaus. Die Entscheidung das
Cabrio einzustellen hatte GM aber nicht zurückgenommen.

1976 begann man die Katalysatortechnik so langsam zu verstehen, was
zum einen dafür sorgte das die Corvette neue Bodenbleche bekamen die aus
Blech statt aus Kohlefaser bestanden (um den Unterboden besser vor der
Hitze des Katalysators abzuschirmen) und zum anderen dafür das die
Leistung wieder leicht anstieg. Angenehmer Nebeneffekt dieser Maßnahme
war auch das die Corvette im Innenraum besser gegen Geräusche
abgeschirmt war. Die Luftansaugung über die Haube entfiel zugunsten
einer anderen Lösung in der sich die Corvette die Frischluft direkt von
der Front holen sollte. Witzigerweise behielt man die Haube aber bei,
die Hutze war jetzt einfach nur ein funktionsloses Designgimmick. Ebenso
neu waren die gegossenen Alufelgen die man für einen Aufpreis von 299$
bestellen konnte. Eine weitere Neuerung für das 76er Modelljahr welche
alle GM Fahrzeuge betraf waren die neuen wartungsfreien Batterien wie
man Sie heute noch kennt. Die Heckscheibenheizung bekam ebenso ein
Update verpasst. Statt einer belüfteten Version bekam die Heckscheibe
jetzt Heizstäbe. Erstaunlicherweise holte sich die Corvette, trotz aller
Änderungen, einen neuen Verkaufsrekord.
1977 hielten sich die Änderungen wieder in Grenzen. Leder war jetzt
Standard, wobei die Teilledersitze zumindest noch aufpreisfrei
erhältlich waren. Die Mittelkonsole wurde umgestaltet um die Standard GM
Delco Radios unterbringen zu können. Daraus folgte das erstmals ein
Radio mit 8-Spurband Deck verfügbar war. Da GM im Vorjahr harsche Kritik
dafür einstecken musste das man das Corvette Lenkrad durch das aus dem
Chevrolet Vega GT ersetzte, bekam die Corvette jetzt ein neues
3-Speichen Lenkrad. Dies hatte den angenehmen Nebeneffekt das die
Corvette jetzt wieder mit einer, optional, verstellbaren Lenksäule
verfügbar war. Die Kundschaft nahm diese Änderung dankend an und so
wurden auch nur sehr wenige Corvette ohne dieses Feature ausgeliefert.
Zwischenzeitlich setzte die Corvette Ihre Transformation vom ernsthaften
Sportwagen zum GT-Sportwagen weiter fort. Komfortextras wie
Servolenkung, Bremskraftverstärker oder Tempomat waren jetzt Standard,
wobei der Tempomat nur bei den Automatikautos serienmäßig war. Dazu gab
es ab 77 ein kleines Convenience Paket, welches alle möglichen kleinen
Annehmlichkeiten wie erweiterte Beleuchtung für Innenraum und Motorraum,
sowie ein Tankwarnlampe und anderen Kleinkram beinhaltete. Alles
ziemlich unspektakulär aus heutiger Sicht. Ansonsten blieb
leistungsmäßig alles beim Alten.
Nerd-Fact: Ab 77 wechselte GM die Farbe seiner Motorblöcke vom
berühmten "Chevy Orange" zu "Corporate Blue". So sieht man zumindest
schon einmal auf den ersten Blick ob der Motor noch original ist. Ein weiteres Unterscheidungsmerkmal ist der Wegfall der Stingray
Embleme auf den vorderen Kotflügeln. Dafür kamen das "Crossed Flag"
Emblem dazu. 1977 war auch das Jahr in dem die Corvette Ihren ersten
großen Meilenstein erreichte. 500.000 Corvette wurden in 24 Jahren
gebaut, für einen Sportwagen mit doch eher eingeschränktem Käuferkreis
nicht wenig!

1978 markierte somit den 25. Geburtstag der Corvette. Um dies zu
feiern bekamen alle 78er Modelle ein silbernes 25. Anniversary Badge an
Front und Heck. Um das auch gebührend zu feiern, legte man zwei
spezielle Optionspakete für die Corvette auf. Eins davon war das B2Z
"Silver Anniversary" Paket welches als Bill Mitchels Abschiedsgeschenk
galt. Mitchells Lieblingsfarbe war Silber, so bekamen alle C3 mit diesem
Paket ein Two-Tone Paket. Die obere Hälfte war dann in silber metallic
lackiert, die untere Seite in einem eher gräulichen Silberton. Getrennt
wird die Lackierung durch einen Zierstreifen im gleichen Silberton wie
die Unterseite. Dieser Streifen schmiegt sich unter anderem an den
Kotflügeln an und unterstreicht so die Form noch einmal. Besonderheiten
der Pace Car Version waren ein neuer Heckspoiler sowie eine geänderte
Fronstoßstange, spezielle Sportsitze sowie getönte Glashälften für das
T-Top.

Die zweite Version war das Pace Car Sondermodell, welches Chevrolet
auflegte weil die Corvette das Pace Car für das 78er Indy 500 Rennen
war. Diese Version hat jeder Corvette-Fan schon mal irgendwo gesehen.
Auch diese kam in einer Zweifarbenlackierung daher. Oben schwarz, unten
silber, getrennt von einem roten Zierstreifen der ähnlich verläuft wie
bei der Silver Anniversary Edition. Zusätzlich bekam das Pace Car noch
ein großes Decal auf die Türen welches auf den Einsatz als Pace Car
hinweisen sollte, so wie GM es auch schon beim Camaro Ende der 60er
gemacht hat. Das Pace Car Modell war mit über 6000 Einheiten relativ
populär, weshalb diese Modell auch nicht wirklich selten sind.

Um die C3 nach 10 Jahren Bauzeit noch etwas frisch zu halten, entfiel
das flache Fenster und wurde durch ein Glasfenster im Fastback Stil
ersetzt. Das Glasfenster hatte den Vorteil das die Corvette dadurch
endlich sowas wie einen vernünftig nutzbaren Kofferraum hatte und sich
dazu sogar noch die Aerodynamik drastisch verbesserte. Außerdem wurde
durch das deutlich größere Fenster auch die Übersichtlichkeit
gesteigert. Ansonsten wurde im Innenraum noch einmal Hand angelegt und
einige Details verbessert, dazu kam dann auch endlich ein Handschuhfach.
Dazu kamen noch Optionen wie Zentralverriegelung, eine elektrische
Radioantenne oder auch ein CB-Funkgerät. Das Convenience Paket aus dem Vorjahr bekam ein kleines Update verpasst
in Form von einem beleuchteten Schminkspiegel für die Beifahrerseite,
einem Intervallscheibenwischer sowie Fußmatten. Das Tankvolumen wuchs
für dieses Modelljahr von 17 auf 24 Gallonen, was immerhin gut 21 Lier
mehr Tankvolumen sind. Motorenseitig hatte sich nicht viel geändert. Der
Basismotor leistete jetzt 185 PS, die Versionen für Kalifornien gut 10
PS weniger. Der L82 leistete, aufgrund eines neuen Luftfilters mit zwei
Schnorcheln anstelle von einem, jetzt 220 PS. Um das Gewicht des Small
Blocks noch einmal zu drücken, bekamen die L82 Motoren eine
Aluminium-Ansaugbrücke. 78 markierte auch das Jahr in dem die Corvette
metrische Reifengrößen bekamen. Standard waren jetzt 225/70 R15.
Witzigerweise die gleiche Größe die ich auch auf beiden Caprice fahre. Optional waren allerdings auch "fette" 255er Pellen auf 16 Zoll Alus verfügbar.
1979 gab es dann wieder nur geringfügige Änderungen. Aufgrund Ihrer
Popularität hatte man die Leckereien wie Sportsitze, getönte T-Tops und
das Spoilerpaket aus dem Pace Car Paket in die Serie übernommen. Dazu
gab es für die T-Top Modelle jetzt standardmäßig eine Alarmanlage. Ein
kleines Highlight war die Umstellung auf Halogenlicht in Serie was die
Lichtausbeute spürbar verbesserte. Motorenseitig gab es wieder ein
kleines bisschen mehr Leistung. Der Basismotor bekam den
Doppelschnorchel Luftfilter des L82 Modells und alle Modelle bekamen ein
neues Abgassystem mit etwas mehr Durchfluss. Dadurch stieg die Leistung
in der Basis auf 195 PS und beim L82 auf 225 PS. 1979 war das letzte
Jahr für das Handschaltgetriebe beim L82 Motor. Komplett entfiel das eng
gestufte M21 Getriebe für die Corvette. Dies lag unter anderem auch
daran das sich der Markt geändert hatte. Kauften zum Anfang des
Modellzyklus noch über 80% Ihre Corvette mit einem Handschaltgetriebe,
so waren es Ende der 70er weniger als 20% aller Käufer! Nichtsdestotrotz
stiegen die Produktionszahlen an und so zählt das 79er Modelljahr mit
über 53.000 Einheiten zu den besten Verkaufsjahren für die Corvette.

Wir schreiben mittlerweile das Jahr 1980 und so erlebte die C3
mittlerweile Ihr drittes Jahrzehnt. Nicht viele Autos können auf eine
über 10-jährige Produktion zurückblicken! So gab es für das Modelljahr
80 auch noch mal ein paar optische Änderungen. Die Stoßstangen wurden
mal wieder modernisiert und die Aerodynamik dadurch signifikant
verbessert. Weiterer Nebeneffekt war eine verbesserte Leitung der
Kühlluft. Auch die Haube bekam mal wieder ein kleines Restyling
verpasst. Die Serienausstattung verbesserte sich auch in diesem Jahr
weiter und so kamen Klimaanlage, Lenkradverstellung, elektrische
Fensterheber, Sportspiegel und der komplette Inhalt des "Convenience
Packages" ab jetzt bei jeder Corvette in Serie. 1980 war auch das Jahr
in dem die berüchtigten 85 mph (knapp 140 km/h) Tachos, per Gesetz,
eingeführt worden sind. Arme C3, Sie musste wirklich jeden Tiefpunkt der
amerikanischen Automobilindustrie durchmachen!
Dafür legte man an der Technik nochmal im Detail ein bisschen Hand
an! Die Ingenieure versuchten sich an Gewichtsreduktion. Diese
erreichten Sie zum einen durch dünnere Karosserieteile, sowie ein
Aluminium Differential von Dana. Weiterhin bekamen alle Motoren die
Aluminium Ansaugbrücke die vorher dem L82 Motor vorbehalten war. Ebenso
wurde der Halter der Lichtmaschine durch ein leichteres Aluminiumteil
ersetzt. 1980 war dann auch das finale Jahr für den L82 Motor der jetzt
noch einmal um 5 PS auf 230 PS zugelegt hatte. Die strengeren
Abgasgesetze zwangen GM auch erstmalig zur Einführung eines Motors
einzig und alleine für den kalifornischen Markt. Dieser war ein 5 Liter
Small Block mit einer Abgasanlage aus Edelstahl. Dies sollte noch einmal
Gewicht einsparen. Diesen Motor gab es auch nur mit Automatik, da die
Abgasgrenzen mit der Handschaltung nicht erreicht werden konnten. Der
Motor gehörte auch zu den ersten die mit GM's Computer Command Control
System ausgerüstet wurden. Im Prinzip eine elektronisch geregelte
Vergaseranlage, welche es noch über die 80er in vielen GM-Autos geben
sollte. Standard blieb der L48 Motor welcher 190 PS leistete.
1981 zeichnete sich das Ende der C3 schon so langsam ab. Es gab nur
noch einen Motor der auf dem L48 basierte, jetzt aber den Namen L81
trug. Dieser Motor packte die Abgasgrenzwerte in allen Staaten und war
wahlweise mit Automatik oder Handschaltung erhältlich. Optisch bekam der
L81 Motor noch ein paar Schmankerl mit auf dem Weg in Form eines
verchromten Luftfilterdeckels und Magnesium-Ventildeckeln. Die
Edelstahl-Auspuffanlage des Kalifornien Motors aus dem Vorjahr war jetzt
ebenso Standard, genauso wie das CCC-System. Und eine weitere kleine
Neuerung an der Technikfront hielt Einzug! Die Querblattfeder an der
Hinterachse wurde nicht mehr in Stahl sondern aus Fiberglas gefertigt.
Diese neue Feder sparte wieder 16kg ein, war allerdings den
Automatikmodellen mit Standardfahrwerk vorbehalten. Dieses Jahr
markierte auch die Einführung der Delco ETR (Electronic Tuned Receiver)
Radios welche die Innenräume der GM-Autos bis in die 90er hinein prägen
sollten. Hier kamen zum ersten Mal elektronische Komponenten in Radios
zum Einsatz. Die Radios hatten serienmäßig eine Digitaluhr, was dafür
sorgte das die Analoguhr durch eine Öltemperaturanzeige ersetzt wurde.
Vorausgesetzt man hat sich den Luxus eines solchen Radios gegönnt. In diesem Modelljahr zeichnete sich ein weiterer Trend an der bis heute
anhält. Die seit 76 erhältlichen Alufelgen machten mittlerweile über
90% der Bestellungen aus. Ein Trend der bis heute anhält und schon seit
der C4 bekam man keine Stahlfelgen mehr, geschweige denn bei irgendeinem
anderen ernsthaften Sportwagen der etwas auf sich hält. 1981 markierte
in der Geschichte der Corvette Produktion eine große Änderung! Die
Produktion der Corvette wurde von St. Louis, Missouri nach Bowling
Green, Kentucky verlegt wo die Corvette bis heute noch produziert wird
und das exklusiv!

1982 war dann endgültig das letzte Modelljahr für die C3. Der
Nachfolger stand quasi in den Startlöchern und GM spendierte der C3 noch
einmal ein bisschen Kleinkram. Die größte Änderung war das Crossfire
Einspritzsystem. Dies war das erste komplett elektronisch geregelte
Einspritzsystem in der Corvette und bot seit langer Zeit endlich wieder
eine vernünftige Einspritzung im Corvette Portfolio. Die Einspritzung
bestand aus zwei Drosselklappeneinspritzungen. Das Prinzip ist das selbe
wie bei den TBI-Motoren aus den 80ern, nur das hier eben zwei TBI-Türme
mit jeweils 2 Einspritzdüsen auf der Ansaugbrücke saßen im Gegensatz zu
einer. Optisch erinnert das ganze an diese Mopar-Ansaugbrücken mit den
assymetrischen Vergaserports. Die Kontrolle des Einspritzsystems
übernahm auch hier wieder das CCC-System. So leistete der Motor glatte
200 PS und war an eine brandneue 4-Gang Automatik gekoppelt. Auch diese
4-Gang Automatik findet man später im Caprice wieder, handelt es sich
hierbei doch um das TH700-R4 mit 4-Gängen und Wandlerbrücke. Zum Ende
der Produktion offerierte man zusätzlich noch eine Art Collectors
Edition, welche wieder ein paar exklusive Schmankerl enthielt. Zum einen
bekam die Collectors Edition endlich ein klappbares Heckfenster wodurch
die C3 endlich sowas wie einen Kofferraum hatte. Zum anderen gab es
eine spezielle Lackierung die aus einem Lack in einem silber/beige
Farbton und spezeilen Decals in schwarz bestanden. Dazu gab es
einzigartige Alufelgen welche ein bisschen an die optionalen Alufelgen
der 67er Corvette erinnern sollten. Auch im Innenraum wurde für das
Sammlerstück noch einmal Hand angelegt. Der Innenraum wurde in das
gleiche silber/beige gehüllt wie die Außenhaut, dazu gab es noch so
Schmankerl wie ein komplett beledertes Lenkrad und einen hochwertigen
Teppichboden. Damit ging dann auch die Ära der C3 zu Ende. Satte 14
Jahre hatte die C3 jetzt auf dem Buckel und es war definitiv Zeit für
einen Nachfolger, dass ist aber eine ganz andere Geschichte.
Technische Daten
Länge: 4.640 mm
Höhe: 1.210 mm
Breite: 1.750 mm
Gewicht: ca. 1400 kg
Motoren
Motorenseitig war durch die lange Bauzeit und die ganzen Änderungen
in der Gesetzgebung über die Jahre viel los. Vom völlig zugewürgten
Ölkrisenmotor bis hin zum High-Performance Biest war leistungstechnisch
so gut wie alles vertreten. Hinweis: Ab Modelljahr 71 werden schon die
SAE Netto Werte angegeben!
1968
Turbo Fire Small Block V8 (4-fach Vergaser)
Hubraum: 5358 cm³
Leistung: 300 PS @ 5000 u/min
Drehmoment: 488 NM @ 3400 u/min
Verdichtung: 10,0:1
Besonderheiten: Standard Nockenwelle, Hydraulische Lifter
L79 Turbo Fire Small Block V8 (4-fach Vergaser)
Hubraum: 5358 cm³
Leistung: 350 PS @ 5800 u/min
Drehmoment: 488 NM @ 3600 u/min
Verdichtung: 11,0:1
Besonderheiten: High Performance Nockenwelle, Hydraulische Lifter
L36 Turbo Jet Big Block V8 (4-fach Vergaser)
Hubraum: 6997 cm³
Leistung: 390 PS @ 5400 u/min
Drehmoment: 624 NM @ 3600 u/min
Verdichtung: 10,25:1
Besonderheiten: High Performance Nockenwelle, Hydraulische Lifter
L68 Turbo Jet Big Block V8 (Tri-Power 3x2 Vergaser)
Hubraum: 6997 cm³
Leistung: 400 PS @ 5400 u/min
Drehmoment: 624 NM @ 3600 u/min
Verdichtung: 10,25:1
Besonderheiten: High Performance Nockenwelle, Hydraulische Lifter
L71 Turbo Jet Big Block V8 (Tri-Power 3x2 Vergaser)
Hubraum: 6997 cm³
Leistung: 435 PS @ 5800 u/min
Drehmoment: 624 NM @ 4000 u/min
Verdichtung: 11,0:1
Besonderheiten: Special Performance Nockenwelle, Mechanische Lifter
L88 Big Block V8
Hubraum: 6997 cm³
Leistung: 430 PS @ 5800 u/min (offizielle Angabe von Chevrolet, real ca. 550 PS)
Drehmoment: 624 NM @ 4000 u/min
Verdichtung: 12,5:1
1969
Turbo Fire Small Block V8 (4-fach Vergaser)
Hubraum: 5358 cm³
Leistung: 300 PS @ 4800 u/min
Drehmoment: 515 NM @ 3200 u/min
Verdichtung: 10,25:1
Besonderheiten: Standard Nockenwelle, Hydraulische Lifter
L79 Turbo Fire Small Block V8 (4-fach Vergaser)
Hubraum: 5358 cm³
Leistung: 350 PS @ 5600 u/min
Drehmoment: 515 NM @ 3600 u/min
Verdichtung: 11,0:1
Besonderheiten: High Performance Nockenwelle, Hydraulische Lifter
L36 Turbo Jet Big Block V8 (4-fach Vergaser)
Hubraum: 6997 cm³
Leistung: 390 PS @ 5400 u/min
Drehmoment: 624 NM @ 3600 u/min
Verdichtung: 10,25:1
Besonderheiten: High Performance Nockenwelle, Hydraulische Lifter
L68 Turbo Jet Big Block V8 (Tri-Power 3x2 Vergaser)
Hubraum: 6997 cm³
Leistung: 400 PS @ 5400 u/min
Drehmoment: 624 NM @ 3600 u/min
Verdichtung: 10,25:1
Besonderheiten: High Performance Nockenwelle, Hydraulische Lifter
L71 Turbo Jet Big Block V8 (Tri-Power 3x2 Vergaser)
Hubraum: 6997 cm³
Leistung: 435 PS @ 5800 u/min
Drehmoment: 624 NM @ 4000 u/min
Verdichtung: 11,0:1
Besonderheiten: Special Performance Nockenwelle, Mechanische Lifter

ZL1 Vollalu Big Block V8
Hubraum: 6997 cm³
Leistung: 435 PS @ 5200 u/min (inoffiziell ca. 560-585 PS)
Drehmoment: 610 NM @ 4400 u/min
Verdichtung: 12,5:1
Besonderheiten: Special Performance Nockenwelle, Mechanische Lifter, Aluminiumblock & Köpfe
1970
Turbo Fire 350 Small Block V8 (4-fach Vergaser)
Hubraum: 5733 cm³
Leistung: 300 PS @ 4800 u/min
Drehmoment: 515 NM @ 3200 u/min
Verdichtung: 10,25:1
L46 Turbo Fire 350 Small Block V8 (4-fach Vergaser)
Hubraum: 5733 cm³
Leistung: 350 PS @ 5600 u/min
Drehmoment: 515 NM @ 3600 u/min
Verdichtung: 11,0:1
LT1 Turbo Fire 350 Small Block V8 (4-fach Vergaser)
Hubraum: 5733 cm³
Leistung: 370 PS @ 6000 u/min
Drehmoment: 515 NM @ 4000 u/min
Verdichtung: 11,0:1
LS5 Turbo Jet 454 Big Block V8 (4-fach Vergaser)
Hubraum: 7439 cm³
Leistung: 390 PS @ 4800 u/min
Drehmoment: 678 NM @ 3400 u/min
Verdichtung: 10,25:1
LS7 Turbo Jet 454 Big Block V8 (4-fach Vergaser)
Hubraum: 7439 cm³
Leistung: 460 PS @ 5600 u/min
Drehmoment: 665 NM @ 3600 u/min
Verdichtung: 11,25:1
1971
Turbo Fire 350 Small Block V8 (4-fach Vergaser)
Hubraum: 5733 cm³
Leistung: 210 PS @ 4800 u/min
Drehmoment: 407 NM @ 2800 u/min
Verdichtung: 8,5:1
LT1 Turbo Fire 350 Small Block V8 (4-fach Vergaser)
Hubraum: 5733 cm³
Leistung: 275 PS @ 5600 u/min
Drehmoment: 407 NM @ 4000 u/min
Verdichtung: 9,0:1
LS5 Turbo Jet 454 Big Block V8 (4-fach Vergaser)
Hubraum: 7439 cm³
Leistung: 285 PS @ 4000 u/min
Drehmoment: 529 NM @ 3200 u/min
Verdichtung: 8,5:1
LS6 Turbo Jet 454 Big Block V8 (4-fach Vergaser)
Hubraum: 7439 cm³
Leistung: 325 PS @ 5600 u/min
Drehmoment: 529 NM @ 3600 u/min
Verdichtung: 9,0:1
1972
Turbo Fire 350 Small Block V8 (4-fach Vergaser)
Hubraum: 5733 cm³
Leistung: 200 PS @ 4400 u/min
Drehmoment: 407 NM @ 2800 u/min
Verdichtung: 8,5:1
LT1 Turbo Fire 350 Small Block V8 (4-fach Vergaser)
Hubraum: 5733 cm³
Leistung: 255 PS @ 5600 u/min
Drehmoment: 393 NM @ 4000 u/min
Verdichtung: 9,0:1
LS5 Turbo Jet 454 Big Block V8 (4-fach Vergaser)
Hubraum: 7439 cm³
Leistung: 270 PS @ 4000 u/min
Drehmoment: 529 NM @ 3200 u/min
Verdichtung: 8,5:1
1973
L48 Turbo Fire 350 Small Block V8 (4-fach Vergaser)
Hubraum: 5733 cm³
Leistung: 190 PS @ 4400 u/min
Drehmoment: 366 NM @ 2800 u/min
Verdichtung: 8,5:1
L82 Turbo Fire 350 Small Block V8 (4-fach Vergaser)
Hubraum: 5733 cm³
Leistung: 250 PS @ 5200 u/min
Drehmoment: 386 NM @ 4000 u/min
Verdichtung: 9,0:1
LS4 Turbo Jet 454 Big Block V8 (4-fach Vergaser)
Hubraum: 7439 cm³
Leistung: 275 PS @ 4400 u/min
Drehmoment: 536 NM @ 2800 u/min
Verdichtung: 8,25:1
1974
L48 Turbo Fire 350 Small Block V8 (4-fach Vergaser)
Hubraum: 5733 cm³
Leistung: 195 PS @ 4400 u/min
Drehmoment: 373 NM @ 2800 u/min
Verdichtung: 8,5:1
L82 Turbo Fire 350 Small Block V8 (4-fach Vergaser)
Hubraum: 5733 cm³
Leistung: 250 PS @ 5200 u/min
Drehmoment: 386 NM @ 4000 u/min
Verdichtung: 9,0:1
LS4 Turbo Jet 454 Big Block V8 (4-fach Vergaser)
Hubraum: 7439 cm³
Leistung: 270 PS @ 4400 u/min
Drehmoment: 515 NM @ 2800 u/min
Verdichtung: 8,25:1
1975
L48 Turbo Fire 350 Small Block V8 (4-fach Vergaser)
Hubraum: 5733 cm³
Leistung: 165 PS @ 3800 u/min
Drehmoment: 346 NM @ 2400 u/min
Verdichtung: 8,5:1
L82 Turbo Fire 350 Small Block V8 (4-fach Vergaser)
Hubraum: 5733 cm³
Leistung: 205 PS @ 4800 u/min
Drehmoment: 346 NM @ 3600 u/min
Verdichtung: 9,0:1
1976
L48 Turbo Fire 350 Small Block V8 (4-fach Vergaser)
Hubraum: 5733 cm³
Leistung: 180 PS @ 4000 u/min
Drehmoment: 366 NM @ 2400 u/min
Verdichtung: 8,5:1
L82 Turbo Fire 350 Small Block V8 (4-fach Vergaser)
Hubraum: 5733 cm³
Leistung: 210 PS @ 5200 u/min
Drehmoment: 346 NM @ 3600 u/min
Verdichtung: 9,0:1
1977
L48 Turbo Fire 350 Small Block V8 (4-fach Vergaser)
Hubraum: 5733 cm³
Leistung: 180 PS @ 4000 u/min
Drehmoment: 366 NM @ 2400 u/min
Verdichtung: 8,5:1
L82 Turbo Fire 350 Small Block V8 (4-fach Vergaser)
Hubraum: 5733 cm³
Leistung: 210 PS @ 5200 u/min
Drehmoment: 346 NM @ 3600 u/min
Verdichtung: 9,0:1
1978
L48 Turbo Fire 350 Small Block V8 (4-fach Vergaser)
Hubraum: 5733 cm³
Leistung: 185 PS @ 4000 u/min
Drehmoment: 380 NM @ 2400 u/min
Verdichtung: 8,2:1
L48 Turbo Fire 350 Small Block V8 (4-fach Vergaser)
Hubraum: 5733 cm³
Leistung: 175 PS @ 3800 u/min
Drehmoment: 360 NM @ 2400 u/min
Verdichtung: 8,2:1
Besonderheiten: Kalifornien Version
L82 Turbo Fire 350 Small Block V8 (4-fach Vergaser)
Hubraum: 5733 cm³
Leistung: 220 PS @ 5200 u/min
Drehmoment: 353 NM @ 3600 u/min
Verdichtung: 8,9:1
1979
L48 Turbo Fire 350 Small Block V8 (4-fach Vergaser)
Hubraum: 5733 cm³
Leistung: 195 PS @ 4000 u/min
Drehmoment: 387 NM @ 3200 u/min
Verdichtung: 8,2:1
L48 Turbo Fire 350 Small Block V8 (4-fach Vergaser)
Hubraum: 5733 cm³
Leistung: 195 PS @ 3800 u/min
Drehmoment: 380 NM @ 2400 u/min
Verdichtung: 8,2:1
Besonderheiten: Kalifornien Version
L82 Turbo Fire 350 Small Block V8 (4-fach Vergaser)
Hubraum: 5733 cm³
Leistung: 225 PS @ 5200 u/min
Drehmoment: 366 NM @ 3600 u/min
Verdichtung: 8,9:1
1980
L48 Turbo Fire 350 Small Block V8 (4-fach Vergaser)
Hubraum: 5733 cm³
Leistung: 190 PS @ 4400 u/min
Drehmoment: 380 NM @ 2400 u/min
Verdichtung: 8,2:1
LG8 305 Small Block V8 (4-fach Vergaser)
Hubraum: 5002 cm³
Leistung: 180 PS @ 4200 u/min
Drehmoment: 346 NM @ 2000 u/min
Verdichtung: 9,0:1
Besonderheiten: Kalifornien Version
L82 Turbo Fire 350 Small Block V8 (4-fach Vergaser)
Hubraum: 5733 cm³
Leistung: 230 PS @ 5200 u/min
Drehmoment: 372 NM @ 3600 u/min
Verdichtung: 8,6:1
1981
L81 350 Small Block V8 (4-fach Vergaser)
Hubraum: 5733 cm³
Leistung: 190 PS @ 4200 u/min
Drehmoment: 380 NM @ 1600 u/min
Verdichtung: 8,2:1
1982

L83 350 Small Block V8 Crossfire Injection (TBI Einspritzung)
Hubraum: 5733 cm³
Leistung: 200 PS @ 4200 u/min
Drehmoment: 386 NM @ 2800 u/min
Verdichtung: 9,0:1
Getriebe
Wie schon bei der C2, so gab es auch die C3 mit Handschalt- und Automatikgetriebe.
Automatikgetriebe
M40 Turbo Hydramatic 3-Gang Automatikgetriebe
Verfügbar mit: L48, L82, LS4, LS5, LS6, LS7
TH700R-4 4-Gang Automatikgetriebe mit Wandlerüberbrückung
Schaltgetriebe
3-Gang Handschaltgetriebe
Gehäuse: Gusseisen
Verfügbar mit: Basismotor
M20 4-Gang Handschaltgetriebe
Gehäuse: Aluminium
Verfügbar mit: Basismotor, L46, LT1, L79, L36, L68, L48, L82, LS4, LS5, LS6, LS7
M21 4-Gang Handschaltgetriebe mit enger Abstufung
Gehäuse: Aluminium
Verfügbar mit: L79, L36, L68, L71
Quelle: MotorBlogs - Dynamix Garage
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